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Körperfett

Wie viel Körperfett ist gesund?

Ernährung und Bewegung haben einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensqualität und auf die Gesundheit. Zu viel Körperfett führt zu einem Anstieg der Blutfette und des Blutdrucks und dadurch wird das Auftreten der Arteriosklerose, die zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führt, begünstigt.

Essen und Körperfett
Die Vermutung würde nahe liegen, dass das Körpergewicht allein durch die Menge der Nahrung bestimmt ist, die ein Mensch zu sich nimmt. Die Erfahrung zeigt aber, dass das Körpergewicht der Menschen relativ stabil ist. Wäre es allein durch die Nahrungsaufnahme bestimmt, müssten Menschen täglich exakt dieselbe Nahrungsmenge zu sich nehmen. Man nimmt an, dass das Gewicht, wie auch der Blutdruck oder die Körpertemperatur, einem komplexen Regulationsprozess unterliegt, dessen Ziel eine weitgehende Stabilität ist. Hier spielt neben der Energiezufuhr der Energieverbrauch eine wichtige Rolle. Im Gleichgewicht wäre das System des Körpergewichts, wenn eine erhöhte Energiezufuhr durch einen erhöhten Energieverbrauch ausgeglichen würde.

© iulianvalentin / Fotolia.com

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Problembereich erhöhtes Körperfett
Warum wird um das Übergewicht und dem erhöhten Körperfettanteil so viel Aufhebens gemacht? Wenn manche Menschen gerne viel essen, dann sollten sie dies doch auch tun dürfen. Dem wäre zuzustimmen, wenn der hohe Körperfettanteil nicht ein zentraler Risikofaktor für viele Krankheiten wäre. Zahlreiche Langzeitstudien konnten einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Herzerkrankungen nachweisen, wobei dies insbesondere für jüngere Menschen und für Menschen ab einem BMI von 35 bis 40 zutreffen dürfte. Zudem hängen Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Gelenkserkrankungen, Blindheit infolge von Starerkrankungen, Venenleiden, Schwangerschaftskomplikationen und bestimmte Krebserkrankungen mit dem hohen Fettanteil zusammen. Zum Teil sind dies schwerwiegende und vor allem ernstzunehmende Erkrankungen und so verwundert es nicht, dass mit dem Übergewicht auch ein erhöhtes Sterberisiko einhergeht.

Psychosoziale Auswirkungen
Darüber hinaus zeigen sich beim Übergewicht manchmal auch psychosoziale Auswirkungen. Menschen mit Übergewicht sind sozial weniger gut integriert, sie haben weniger soziale Kontakte und FreundInnen und sind manchmal sogar beruflich benachteiligt. So bekommen sie schwieriger einen Job und werden oft auch schlechter bezahlt. Durch die soziale Ächtung und die Benachteiligung, die sie erfahren, zeigen Übergewichtige eine deutlich geringere Lebenszufriedenheit, ein niedrigeres Selbstwertgefühl und entwickeln häufig ängstliche und depressive Störungen. Nur wenige scheinen einen hohen Körperfettanteil als etwas Positives zu erleben.

Übergewicht und Sucht
Übergewichtige zeigen zwar manchmal ein Suchtverhalten, sie essen, ohne Hunger zu haben, aber sie sind keineswegs süchtig nach Fett, im Sinne der Sucht nach Alkohol oder Drogen. Da die Messmethoden zur Bestimmung des Fettanteils noch nicht so verbreitet sind, zum Beispiel die bioelektrische Impedanzmessung, greift man in der Diagnose von Adipositas häufig auf die Bestimmung des Übergewichts zurück. Hier wird nicht der Fettanteil im Körper, sondern das Körpergewicht gemessen und dieses dann mit der Körpergröße in Beziehung gesetzt. In diesem Zusammenhang haben sich zwei unterschiedliche Indizes durchgesetzt: Der Broca-Index – BI und der Body Mass Index – BMI. Die Impedanzmessung misst über den elektrischen Widerstand, den der Körper bietet, den Anteil von Fettgewebe und Magermasse. Diese Messung erfolgt durch sogenannte Fettwaagen.

Übergewicht reduzieren
Mehrere Studien lassen erkennen, dass Personen mit einem niedrigeren BMI deutlich weniger Fett zu sich nehmen als Personen mit einem hohen BMI, das heißt mit zunehmenden BMI steigt auch der Fettverzehr dieser Personen. Genau umgekehrt verhält sich der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung. Personen mit einem hohen BMI nehmen deutlich weniger Kohlenhydrate zu sich als Personen mit einem geringeren BMI. Durch eine adäquate Aufklärung über die Grundprinzipien der Ernährung sowie Wirkung und Bedeutsamkeit der unterschiedlichen Nährstoffgruppen für Gewicht, Hunger und Sättigung sollten die Menschen zu einer Ernährung finden, der eine ausgewogene Nährstoffbilanz zugrunde liegt. Dies bedeutet einen hohen Anteil an Kohlenhydraten, einen geringen Anteil an Fetten und einen ausreichend großen Anteil an Proteinen.

Mehr Sport für die Gesundheit
Neben der Berücksichtigung des Ernährungsverhaltens in Strategien zur Prävention und Therapie von Übergewicht ist die Anleitung zum Aufbau und zur Verstärkung körperlicher Bewegung von zentraler Bedeutung. Warum dem Sport so eine große Bedeutung zukommt, liegt darin begründet, dass Muskeln nicht nur, wenn sie aktiv sind, Energie verbrauchen, sondern auch im Ruhezustand. Daraus folgt, dass gut trainierte Menschen schon alleine, wenn sie zu Hause am Sofa sitzen und ein Buch lesen, mehr Energie verbrauchen als nicht trainierte Menschen.