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(un)gesunde Fette

Brauchen wir Fett in unserer Nahrung, um Körperfett abzubauen?
Unser Stoffwechsel ist sehr komplex. Unsere Nahrung setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette und Vitamine, außerdem Ballaststoffe, Mineralien und Spurenelemente. Sobald wir einen Nahrungsbestandteil in unserer Ernährung, über einen längeren Zeitraum komplett vermeiden, bedeutet das für unseren Stoffwechsel, dass er nicht zu 100 % effektiv arbeiten kann. Allein, durch die Vermeidung von Fetten, werden wir nicht erfolgreich und dauerhaft abnehmen.

Es gibt Fette, die den Körperfett-Abbau besonders ankurbeln. Dann gibt es Fette, die bei zu hohem Verzehr, leicht einzulagern sind. Aber nicht nur Fette können „Fettmachen“. Die übermäßige Ernährung mit Kohlenhydraten führt im Körper zu einer Erhöhung des Grundbausteins der Triacylglycerine (TAG). Die sogenannten TAG sind gleichzusetzen mit dem Hüftspeck. Hergestellt werden sie von den Fettzellen, um Energie in Form von Körperfett zu speichern.

Die Vielfalt der Fette/Lipide

Fette werden auch als Lipide bezeichnet. Diese kommen in der Nahrung und im Körper in verschiedenen Formen vor. Es gibt Fettsäuren, einfache Fette und komplex aufgebaute Lipide. Sie haben zum Teil sehr wichtige Funktionen. Sie bilden Zellmembranen und dienen als Bestandteile in Wirkstoffen, unserer hormonellen Regulation. Wir dürfen auf keinen Fall auf sie verzichten, denn ihre Wirkungsweise ist zu vielfältig und wichtig.

Die Funktion der Fettsäuren besteht zum Großteil darin, durch ihren Abbau Energie zu liefern. Es gibt sie als gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Ebenso sind sie Bestandteil in den komplexen Membranlipiden, die vom Körper hergestellt werden.

Gesättigte Fettsäuren

Die gesättigten Fettsäuren sind vor allem in tierischen Fetten. Wenn wir sie im Übermaß verzehren, speichert unser Körper sie leicht ein und abnehmen ist nicht möglich. Sie gelten daher als ungesund.

Ungesättigte Fettsäuren

Die gesunden Fettsäuren in der Nahrung sind die, die ungesättigt sind. Sie werden auch als Omega-3- bzw. Omega-6-Fettsäuren bezeichnet. Unser Körper kann sie selber nicht herstellen und deshalb ist es für uns essenziell, sie mit der Nahrung aufzunehmen.

Durch ihre ungesättigte Eigenschaft haben sie eine erhöhte Fluidität. Als Bestandteil in Membranlipiden sind sie besonders vorteilhaft, da sie dafür sorgen, dass im Körper alles geschmeidig bleibt. Sie wirken vorbeugend gegenüber Verkalkungen unserer Gefäße. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie nach ihrem Verzehr sogar hemmend auf ein Enzym des Fett-Aufbaus wirken und uns beim Abnehmen helfen.

Lebensmittel, in denen sie in besonders hohem Maß vorhanden sind:

– Leinsamen, Nüsse
– Pflanzenöle (vor allem Leinöl, Rapsöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl)
– Fisch
– Avocado und andere Gemüse
– Soja

Körperfett-Aufbau

Bei einem Überschuss an zugeführter Nahrung ist die Bilanz positiv und unser Stoffwechsel beginnt die überflüssige Energie einzuspeichern. Das geschieht in Form von Glykogen aus Kohlenhydraten und Körperfett aus Fett und Kohlenhydraten. Die Glykogen-Speicher sind im Gegensatz zu dem Fettspeicher begrenzt. Sind sie ausgelastet, werden die überschüssigen Kohlenhydrate zusätzlich in den Körperfett-Aufbau eingeschleust und beschleunigt ihn.

Bewegungsmangel führt dazu, dass die Energiespeicher nicht beansprucht sind und, bei zu viel Energiezufuhr, vermehrt Fettgewebe entsteht.

Ein weiterer Fakt ist, dass durch den Verzehr von Kohlenhydraten, das Hormon Insulin ausgeschüttet wird. Das Insulin wirkt, solange es im Blut vorhanden ist, dafür, dass der Vorgang des Körperfett-Abbaus blockiert wird.

Körperfett-Abbau

Bei Hunger beginnt der Stoffwechsel das Speicherfett und Glykogen abzubauen. Wenn wir Sport machen passiert der Abbau in erhöhtem Umfang. Die Fettsäuren werden in der sogenannten ß-Oxidation zu Energie abgebaut und verwertet.

Wenn der Hunger länger andauert, bewirkt das allerdings, dass wir bei anschließender Nahrungsaufnahme vermehrt einspeichern. Der Körper denkt, dass er sich in einer Nahrungskarenz befindet.

Die dauerhafte Gewichtsabnahme

Für eine dauerhafte Gewichtsabnahme ist am besten, wenn wir uns geregelt ernähren und darauf achten, nicht übermäßig viel zu uns zu nehmen. Wir sollten auf die gesunden Fettsäuren zurückgreifen und deshalb mehr pflanzliche als tierische Lebensmittel essen.

Außerdem sollten wir besonders auf Fertigprodukte verzichten. In vielen Produkten sind nicht nur Geschmacksverstärker, die das Hungergefühl verfälschen und verstärken. In ihnen sind auch gehärtete Fette. Diese sogenannten Transfette sind chemisch hergestellt und wirken gesundheitsschädlich. Vermutet wird, dass sie an bestimmten Krankheitsbildern mitwirken.

Wir sollten regelmäßig Sport betreiben, um überschüssige Kalorien abzubauen. Somit verhindern wir ein Anstauen der Energie und unsere Speicher werden in Anspruch genommen. Wir sollten versuchen sportliche Betätigungen in unseren Alltag einzubauen.